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Forfatter: Asbjørn Tjeldflåt


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Persistent URL: http://www.ub.uib.no/elpub/2000/a/505001/tjeldflaat.pdf

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Relatert artikkel:
Der hermetische Zirkel: Zur Praxis der psychoanalytischen Literaturforschung und ihrer theoretischen Grundlage, Asbjørn Tjeldflåt.
http://www.ub.uib.no/elpub/2004/a/505001/tjeldflaat.pdf


Abstract:
Gemeinsames Thema der beiden Arbeiten sind die theoretischen und methodischen Probleme, die bei der Übertragung der Freudschen Psychoanalyse auf die Literaturwissenschaft entstehen. Im Mittelpunkt meiner Kritik steht die Analogie von Traum und Dichtung, die für die psychoanalytische Texttheorie und ihren analytischen Begriffsapparat grundlegend ist: Wie der Traum, ist auch der literarische Text die bearbeitete, "manifeste" Form "latenter" Triebwünsche/Phantasien und nach den Regeln der Traumdeutung zu erschlieβen.

Diese Auffassung vom Text und seiner Interpretation wird mit der Begründung zurückgewiesen, daβ 1) Freuds Traumtheorie veraltet ist und von der Struktur literarischer Texte eine irrtümliche Vorstellung erzeugt, und 2) daβ es für das Konzept der Übersetzung des "Manifesten" ins "Latente" keine Regeln gibt und die Interpretatin sich deshalb jeder Kontrolle entzieht.

Aus dem heute verfügbaren Wissen über das Träumen ist es nicht möglich, ein Strukturmodell literarischer Texte abzuleiten und eine eigene "tiefenhermeneutische Methode" zu begründen. Traum und Dichtung sind grundverschiedene Texte. Die Literaturwissenschaft, der man durch die Applikation der Psychoanalyse zur neuen Einsicht verhelfen wollte, hat in Wirklichkeit einen schweren Rückschlag erlitten.